Über uns

Unser Verein organisiert verschiedene Projekte für in Österreich lebende Armenier und Russischsprachige Personen.

Unser Beratungszentrum wurde 2006 eröffnet. Es ist das einzige in Österreich, das speziell auf armenischsprachige Migranten und Asylwerber ausgerichtet ist. Wir beraten auch russischsprachige Personen.

Ein beträchtlicher Teil von Asylwerbern und Migranten aus folgenden Staaten ist armenischstämmig:
Iran, Türkei, Aserbaidschan, Georgien, Russische Föderation, Libanon, Irak, Syrien

Viele Menschen, die nach Österreich kommen, kennen weder die hiesigen Gesetze, noch haben sie Zugang zu wesentlichen Informationen. Die meisten sind anfangs orientierungslos. Durch die Existenz einer Beratungsstelle, mit der sie in ihrer Muttersprache kommunizieren können, bekommen sie diese Informationen und sind motiviert sich innerhalb des Systems zu bewegen. Abgesehen von Information bezüglich Fremdenrecht, ist es für das Zusammenleben wichtig, daß Personen, die neu zugewandert sind - aus welchem Grund auch immer -, auch allgemeinere  Informationen über das Land erhalten, in dem sie nicht aufgewachsen sind, nie zur Schule gegangen sind. Da in unserem Beratungszentrum auch Personen arbeiten, die österreichstämmig sind, ist es uns besonders bewußt, wie wichtig es ist die Kultur, die Geschichte des Landes, die Mentalität der Bevölkerung zu kennen. Es ist dieser Mangel an Information, der das Zusammenleben im Alltag erschwert, der Vorturteile auf beiden Seiten entstehen läßt.


Geschichtlicher Hintergrund

Eine Besonderheit, die man bei armenischstämmigen Personen berücksichtigen muß, ist daß viele nicht direkt aus Armenien kommen. Viele Armenier leben schon seit Generationen in anderen Ländern, haben bereits deren Staatsbürgerschaft angenommen, identifizieren sich aber immer noch weitgehend mit Armenien und seiner Kultur.

Man spricht von der armenischen Diaspora.

Entstanden ist diese durch die Vertreibungen, denen die Armenier im Laufe der Geschichte immer wieder durch verschiedene Eroberer (Perser, Araber, Mongolen, Türken) ausgesetzt waren. Die Überlebenden flohen zunächst in mehrere Gebiete des Nahen Ostens und bildeten später weltweit zahlreiche weitere Diaspora-Gemeinden. Seit Jahrhunderten gibt es armenische Gemeinschaften im Iran und in Georgien, seit dem Völkermord an den Armeniern gibt es traditionelle Gemeinschaften im Libanon, Frankreich und den Vereinigten Staaten.Weniger als ein Drittel der rund zehn Millionen ethnischen Armenier auf der Welt lebt in der Republik Armenien.

Die Armenier konnten, abhängig von den Verhältnissen in ihren neuen Heimatländern, ihre sprachliche und religiöse Identität erhalten.

Armenier in Österreich

Viele Armenier sind in den letzten 40 Jahren nach Österreich zugewandert, viele aus der Türkei im Zuge der Gastarbeiterbewegung, dem Libanon in Folge des Bürgerkrieges 1975-85 und ab 1980 auch aus dem Iran in Folge der Islamischen Revolution.
Die kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen nach dem Zerfall der Sowjetunion trieben viele Menschen in die Flucht.


 

 
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